Die Zusammenarbeit von John Lennon und Paul McCartney beim Schreiben ihrer Songs ist legendär. Ganz am Anfang saßen sie dabei einander gegenüber auf den Kanten ihrer Hotelbetten, die Köpfe zusammengesteckt mit ihren Akustikgitarren auf dem Schoß. Sie müssen wie Spiegelbilder gewirkt haben, Ideen und Textzeilen flogen zwischen beiden hin und her, wurden abgewandelt und verbessert. „She Loves You“ ist so entstanden.

Später war es in dieser richtungsweisenden Partnerschaft häufiger so, dass einer der beiden den Großteil eines Songs allein schrieb. Später setzten sie sich dann zusammen und der andere hörte sich den Entwurf an, machte Änderungen und Vorschläge. Als Paul McCartney im Auto saß und einen großen Teil von „Hey Jude“ komponierte, dachte er an John Lennons kleinen Sohn Julian und wollte helfen, dessen Kummer über die kürzlich erfolgte Trennung seiner Eltern zu lindern.

Gemeinsam geht es immer besser

Die Vorteile einer solchen Partnerschaft liegen nicht nur für Musiker, Autoren und andere Künstler auf der Hand. Sie kommen genauso im Geschäftsleben zum Tragen und benötigen ebenfalls viel Kreativität. Auch in der Geschäftswelt gibt es die ewige Debatte, wer die besseren Ergebnisse liefert: ein begnadeter Singer/Songwriter oder eine ganze Band.

Die allerersten Stadien der Entwicklung von PureCloud waren der ideale Moment, diese Frage bei Genesys zu erörtern. Dazu fragte das Entwicklerteam von PureCloud zuerst, was den Kunden eigentlich geboten werden sollte. Die Antwort lautete: ein cloudbasiertes Contact Center, das auf alle kundenseitigen Veränderungen bei der Technologieausstattung und den Social-Media-Kanälen vorbereitet war. Das Team wollte ein System entwickeln, das alle Kundenkontakte (egal ob per Telefon, E-Mail oder soziale Medien) an einem Ort zusammenführte.

Ihnen war klar, dass es niemanden überzeugen würde, eine Ansammlung angestaubter Technologien in einem privaten Rechenzentrum zu integrieren und als „Cloud“ zu bezeichnen. Auf diese Weise wäre es sogar noch viel schwieriger, vielleicht sogar unmöglich geworden, die neuen Technologien bereitzustellen, die Kunden als Teil ihrer Service-Erfahrung erwarten.

Und das bedeutete, dass Genesys sich nicht darauf beschränken konnte, eine Infrastruktur aufzubauen und zu verwalten. Stattdessen mussten die Entwickler sich auf innovative Ansätze konzentrieren, auf neue Technologien und die Entwicklung der Plattform für Kundeninteraktionen.

Finden Sie heraus, was Sie am besten können, und konzentrieren Sie sich darauf. Lernen Sie, was Ihnen weniger liegt, und finden Sie jemanden, der es kann. Klingt einfach, ist es aber nicht. Sie müssen dafür  den richtigen Partner finden.

Partnerschaft mit Amazon Web Services

Für die Entwicklung von PureCloud investierte Genesys in eine Partnerschaft mit Amazon Web Services (AWS). Um zu erläutern, wie diese Partnerschaft funktioniert, müssen wir erst einmal erklären, was nicht Ziel dieser Partnerschaft ist.

Genesys mietet keine Server von AWS. Stattdessen ist PureCloud von Genesys die erste Plattform für den Kundenservice, die eine verteilte Architektur mit AWS-Microservices nutzt. AWS stellt über 75 Cloud-Services zur Verfügung; PureCloud von Genesys nutzt 35 davon. Damit handelt es sich um eine vollkommen neuartige Form der Partnerschaft. Für die Kunden stellt sie sich nahtlos und perfekt integriert dar. Und das ist genau der Punkt, in dem sich Kooperation auszahlt.

Wann wird ein Partner zum Kooperationspartner?

Als „AWS Advanced Technology Partner” hat das PureCloud-Entwicklungsteam schon vor der Veröffentlichung Zugang zu neuen AWS-Technologien. So ist das Team umfassend informiert über neue Technologien, die demnächst verfügbar sein werden, und hat ausreichend Zeit, um zu recherchieren, wie sich diese neuen Möglichkeiten am besten zum Nutzen der PureCloud-Kunden einsetzen lassen.

Information und Feedback funktionieren auf diese Weise in beide Richtungen: Genesys gibt AWS Feedback und erhält Feedback von AWS. PureCloud von Genesys hat außerdem Beiträge zu AWS-Lösungen geleistet, etwa zum Amazon DynamoDB Accelerator (DAX) und zum Amazon Elasticsearch Service. Dadurch arbeiten Module aus unterschiedlichen Technologien zusammen anstatt isoliert voneinander. Im Endeffekt führt die Partnerschaft zu besseren Endprodukten und dazu, dass jedes der beiden Unternehmen seinen Kunden neue Technologien zur Verfügung stellen kann.

Die wöchentlichen Meetings vertiefen die Beziehungen zwischen den Entwicklungsteams. Beziehungspflege findet nicht nur pro forma statt, sondern dient einem bestimmten Zweck. Die Entwickler von AWS kennen die PureCloud-Plattform und wissen, wie sie die AWS-Technologie nutzt. Entwickler aus beiden Unternehmen tauschen offen Ideen aus, und das PureCloud-Team hat auch keine Scheu, um neue Funktionsmerkmale zu bitten.

Mit wachsendem Vertrauen vertieft sich auch die  Partnerschaft. Als aktiver Beitragspartner für das Produktportfolio von AWS wird Genesys auch in die Entwicklung der Technologiestrategie von AWS einbezogen. Eine so intensive strategische Technologiepartnerschaft ist selten, weltweit findet man weniger als 50 Beispiele. AWS hat eigene Geschäfts- und Entwicklungsteams zusammengestellt, die das Wachstum der Plattform PureCloud von Genesys unterstützen sollen. Die Vertriebs-, Marketing- und Entwicklungsteams von Genesys arbeiten eng mit ihren Gegenübern bei AWS zusammen.

Welche Merkmale zeichnen eine hervorragende Kooperationspartnerschaft aus?

Besonders wichtig ist für uns:

  1. Gleichberechtigung: Damit die Zusammenarbeit gelingt, müssen beide Seiten einander auf Augenhöhe begegnen. Beide Seiten müssen sich äußern und gehört werden können. Bei einer Beziehung wie zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist das nicht möglich. Beide Partner müssen sich berechtigt fühlen, offen zu sagen, dass sie eine bestimmte Idee furchtbar finden – oder dass eine Lösung absolute Spitze ist.

Sowohl Genesys als auch Amazon Web Services werden im für sie relevanten Gartner Magic Quadrant als „Leader“ eingestuft und erhalten Bestnoten für die Umsetzung und für ihre weitreichenden Visionen.

  1. Sicherheit und Innovation im Gleichgewicht: Natürlich muss man das Tagesgeschäft bedienen, aber allzu leicht bleibt man dabei in den eingefahrenen Spuren stecken. Bei der Zusammenarbeit mit anderen verdoppeln sich die Chancen für kreatives Denken und damit auch die Chancen, Lösungen anzubieten, von denen Ihre Kunden gar nicht wussten, dass es sie gibt.

Durch die Zusammenarbeit mit Amazon Web Services gelingt Genesys eine stabile Balance zwischen Zuverlässigkeit und Innovationsfähigkeit.

  1. Gemeinsame Ziele: Zahllose Bands sind bereits daran gescheitert, dass sich ihre Mitglieder in musikalischer Hinsicht uneins waren. Das kommt auch im Geschäftsleben vor, wenn die strategischen Ziele der Partner nicht zueinander passen. Dann könnte man genauso gut versuchen, ein Android-Gerät mit einem iPhone-Ladekabel aufzuladen: Eine solche Partnerschaft kann einfach nicht erfolgreich sein.

Genesys und Amazon Web Services haben ähnliche Werte und entwickeln fortlaufend neue Wege, um neue Technologien innovativ zu nutzen.

Die Kraft der Kooperation

Beziehungen werden weltweit immer enger und dichter. Deshalb sind gute Beziehungen zu den richtigen Kooperationspartnern wichtiger für den Erfolg als je zuvor.

Unternehmen müssen Anforderungen erkennen, bevor ihren Kunden überhaupt bewusst wird, dass sie sie haben. Das als Einzelkämpfer zu schaffen, wird immer schwieriger. Partnerschaften, in denen man Ressourcen, Kreativität und Know-how teilt, sind die Lösung.

Aristoteles schrieb: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“ Damit meinte er, dass beim Zusammenfügen von Einzelteilen mitunter etwas entsteht, das zu mehr fähig ist als man vermuten würde, wenn man die Fähigkeiten der Einzelteile isoliert betrachtet. Ohne kreative Partnerschaften gäbe es all die digitalen Tools, die heute für uns so selbstverständlich sind, gar nicht. Denken Sie nur an die Apple-Gründer Steve Jobs und Steve Wozniak. Und in der Musik müssten wir ohne kreative Partnerschaften auf unzählige Klassiker verzichten, auch „Hey Jude“ wäre nie geschrieben worden.

Erfahren Sie mehr über die Kraft der Kooperation

In Zusammenarbeit mit Forrester Research und AWS stellte Genesys Ihnen sieben Technologien vor, die Ihre Interaktion mit Ihren Kunden von Grund auf verändern werden. Wenn Sie das Live-Webinar verpasst haben, können Sie es jederzeit On-Demand herunterladen.

Liz Weida

Liz Weida

Liz Weida is a Senior Product Marketing Manager for Genesys. Liz joined Genesys through the Interactive Intelligence acquisition, where she held roles in Product Marketing, Solutions Engineering and Enterprise Sales. A true digital native, she started her career in Marketing...